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Dieser älteste Warenmarkt Taufkirchens
findet jährlich
am Wochenende vor Pfingsten statt. Am Samstag und Sonntag
verwandelt sich die Landshuter Straße zwischen Marktplatz
und Hierlhof sowie die Bräuhausstraße in eine
Fieranten-, Flanier- und Vergnügungsmeile.
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Der Adlberger Markt im Jahr 1928
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Bis zum Jahr
1689 wurde dieser Markt in Adlberg – einige
Kilometer westlich von Taufkirchen, heute an der B 388 gelegen – abgehalten.
Der damalige Schlossbesitzer von Taufkirchen, Freiherr Adam
von Puech, verlegte aus wirtschaftlichen Gründen diesen
Markt in seinen Ort. Einige Anmerkungen und Gedanken dazu
sind in einem hier
wiedergegebenen Artikel des Taufkirchener
Mitteilungsblatts "KOMPASS" nachzulesen.
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"Adlberger" 1961
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Trotz
wechselvoller Zeiten hat der „Adlberger“ bis
heute nicht wesentlich an Attraktivität eingebüßt.
Als Warenmarkt mag er an Bedeutung verloren haben. Ein Treffpunkt
für Jung und Alt aus nah und fern ist er noch immer.
Und da seit 1996 jeweils am Samstagabend die "Adlberger
Nacht" den Ortskern in ein einziges großes Straßenfest
mit Musik und Bewirtung verwandelt, hat der "Adlberger" seine
Stellung als jährliches Großereignis in Taufkirchen(Vils)
zurück erobert.

Titelgeschichte Kompass 5/1998
Samstag/Sonntag, 23./24.
Mai – wie
vor 70 Jahren:
Der „Adlberger“ ruft!
Gut, Kinder werden heute
nicht mehr mit trockenen Geschichtsdaten gequält. Aber
ein Datum, das sicherlich einem waschechten Taufkirchner
geläufig sein sollte, ist das Jahr 1689.
Wer dieses Jahr nicht kennt, wird sich vielleicht schwer
tun, einem "Zuagroast'n" zu erklären, warum
ein Markt, der in Taufkirchen stattfindet, "Adlberger" (Markt)
heißt.
Der Verantwortliche, der nicht gerade zimperlich
war, was die Vermehrung seines Besitzes betraf, hieß Adam
Freiherr von Puech, dessen Vater Ferdinand das Taufkirchner
Schloss
von den durch den 30jährigen Krieg finanziell gebeutelten
Fuggern erworben hatte. Wohl eher um den Bierausstoß seines
Bräuhauses anzukurbeln, verlegte er jenen historischen
Markt von Adlberg (Anm. d. Red.: an der B 388 Richtung Erding,
in Höhe Inning am Holz) nach Taufkirchen.
So ein Markt
hatte damals wie schon viele Jahrhunderte zuvor eine enorme
Bedeutung für einen Ort. Geld und Waren
wurden dort umgesetzt, Geschäftsverbindungen gepflegt
oder neue begonnen, der Ort, der natürlich schon eine
gewisse Infrastruktur und wirtschaftliche Bedeutung haben
musste, damit er für die fahrenden Händler interessant
war, wurde bekannter, was wiederum wirtschaftlichen Aufschwung
ermöglichte. Darüber hinaus hatte er natürlich
eine soziale Bedeutung: Man konnte sich treffen, feiern,
man erfuhr allerhand aus der großen, weiten Welt und
lernte vielleicht ein hübsches Mädchen oder einen
Burschen kennen ...
Einer der neuzeitlichen Nachfahren der
Märkte, die sich
besonders im Mittelalter im Schutze von Burgen und Klöstern
vermehrten, ist die Messe; wie hoch ihr Stellenwert im Wirtschaftsleben
ist, sieht man an den Investitionen der Stadt München
in diesem Bereich.
Auch wenn Kaufhäuser und Supermärkte
ihrem alten Verwandten wirtschaftlich den Rang abgelaufen
haben, so ist
es doch immer wieder ein Erlebnis, bei schönem Wetter
und frischer Luft am "Adlberger" durch den Ort
zu schlendern, das eine oder andere Schnäppchen aus
dem reichhaltigen Angebot zu ergattern und unterwegs viele,
aber wirklich viele Leute zu treffen. Und ein Erlebnismarkt
ist der "Adlberger" (wieder) - ohne Zweifel. Und
spätestens wenn die Adlberger Nacht beginnt, ist der
Ortskern Börse für alles mögliche.

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