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Die "Neuzeit" Taufkirchens
In der von Archivar Ludwig Tafelmayer erstellten,
umfassenden Chronik von Taufkirchen(Vils) ist das Jahr 1848
besonders erwähnt: "In diesem Jahr wurde die Leibeigenschaft
aufgehoben, Handwerk und Gewerbe konnten sich frei entfalten
und eine rege Bautätigkeit setzte ein".
Die Siedlung,
die vorher vom Schloss und seinen Besitzern beherrscht wurde,
erlebte in dieser Zeit ihre bürgerliche
Geburtsstunde und den Beginn wirtschaftlichen Aufschwungs.
Dazu
einige geschichtliche Notizen:
1847 wurde die erste Posthalterei
errichtet.
Bis 1890 besaß Taufkirchen eine herrliche
Kirche mit einem Oktogonbau und einer reichen Ausstattung.
In jenem
Jahr wurde sie abgebrochen. An gleicher Stelle errichtete
man die heutige Pfarrkirche, die 1893 eingeweiht wurde.
Ein
weiterer Meilenstein war am 24. Dezember 1898 mit der Eröffnung
der Zugverbindung von Dorfen über Taufkirchen(Vils)
nach Velden erreicht.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts waren im Taufkirchener
Raum noch strohbedeckte Häuser bekannt.
Im Ort befanden
sich früher zwei Zollstellen, eine davon
mit einem Falltor.
1910 wurde der alte gotische Salzstadel
- auch Tanzhaus genannt -, der am Markplatz stand, abgebrochen.
Am
19. Juli 1917 gründeten Taufkirchener Bürger
eine Genossenschaft und kauften das Schloss mit 800 Tagwerk
Grund und der Brauerei. Die Brauerei und 180 Tagwerk bewirtschaftete
die Genossenschaft weiter, während der Rest der Grundstücke
an Bauern und Bürger verkauft wurde.
Der Landesarmenverband kaufte 1919
davon das Schloss mit Nebengebäuden und 200 Tagwerk
Grund mit dem Ziel, eine Anstalt für fürsorgebedürftige
Personen zu errichten. Am 5. Dezember 1919 brannte der Westflügel
des Schlosses ab.
1919 hielt auch der elektrische Strom Einzug
in die Haushalte des Ortes, 13 Jahre später wurde mit
dem Ausbau der Wasserleitungen begonnen.
weiter
mit "Wirtschaftliche Blüte nach dem Zweiten
Weltkrieg"

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