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Das Schloss als Entwicklungskern
Das Schloss Taufkirchen wird um 1263 ausdrücklich
erwähnt und bildet fortan die Kernzelle, aus der sich
der Ort entwickelte. Die jeweiligen Schlossherren waren die
Grund- und Gerichtsherren unserer Heimat und der nächsten
Umgebung. Da ihr Grundbesitz oder jeweilige "Hoff" von
kleinen, trichterförmigen Gruben, den "Marchgruben" begrenzt
(= markiert) wurde, hieß er Hofmark, weshalb noch unsere
Eltern unseren Ort "Hofmark Taufkirchen" nannten.
Ab
1377 kamen die Herren von Fraunberg als Besitzer von Taufkirchen
vor. Im Heiligen Jahr 1500 durchzogen viele Pilger auf ihrer
Romreise auch Taufkirchner Gebiet, was aus der Straßenkarte
von Erhard Etzlaub aus diesem Jahr hervorgehen dürfte.
Im
Jahre 1522 kam Ladislaus von Fraunberg aus der Haager Linie
in den Besitz von Taufkirchen. Mit ihm brachen auch
die Wirrnisse und Unruhen der Glaubensspaltung über
unseren Ort herein. Um sich die Mittel für seine glänzende Hochzeit zu verschaffen, verkaufte er 1554 Schloss und Hofmark für 41.000 Gulden an den Kaufmann Hans Jakob Fugger.
Die
Zeit der Fugger
Von da an bis 1672 herrschten die Grafen Fugger
in Taufkirchen. Sie setzten alles wieder in einen guten Zustand und Hans Jakob Fugger ließ einen Zwinger um das Schloss errichten, durch den man sich im Kriegsfall verteidigen konnte. Der Altar in
der Schlosskapelle
trägt auch ihr Wappen. 1609 wurde erstmals ein "Schulmeister" am
Ort erwähnt.
Unter den Fuggern kam eine schwere Zeit über
Taufkirchen, insbesondere während des 30jährigen
Krieges. Am 13. Mai 1632 fielen die Schweden in Taufkirchen
ein und im
Jahre 1633 waren die Kaiserlichen im Ort. 1634 kamen wieder
die Schweden und besetzten bis 1648 abwechselnd mit den Franzosen
die Gegend.
Das Bräuhaus wurde 1642 während der Fuggerherrschaft
gebaut.
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mit "Die Herrschaft der Freiherrn von Puech"

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Taufkirchen (Vils)
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