Integrales Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement (Sturzflutkonzept)

Informationen, Vorsorge und Schutz vor Starkregenereignissen

Extreme Wetterereignisse mit Starkregen treten zunehmend häufiger auf. Sie können innerhalb kürzester Zeit zu Überflutungen führen und erhebliche Schäden an Gebäuden, Infrastruktur und Umwelt verursachen. Das Sturzflutkonzept der Gemeinde dient dazu, Gefahren frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen.


Warum ein Sturzflutkonzept?

Sturzfluten entstehen meist sehr plötzlich und lokal begrenzt. Besonders gefährdet sind Senken, Bachläufe sowie dicht bebaute Gebiete mit versiegelten Flächen.

Das Konzept hilft dabei:

  • Gefahrenbereiche zu identifizieren
  • Risiken für Bevölkerung und Infrastruktur zu bewerten
  • gezielte Schutzmaßnahmen zu entwickeln
  • die Bevölkerung besser zu informieren

Präsentation und Vorstellung im Rahmen der Gemeinderatssitzung vom 22.04.2026

Powerpoint Präsentation

Überflutungsgebiete durch Starkregen- bzw. Niederschlagsereignisse (Pluviales Ereignisse)

  • 30-jährige Wahrscheinlichkeit
  • 100-jährige Wahrscheinlichkeit

Überflutungsgebiete durch Hochwasser an Flüssen und Bächen (Fluviale Ereignisse)

  • 30-jährige Wahrscheinlichkeit
  • 100-jährige Wahrscheinlichkeit

Diese Karten zeigen Problemstellen (Stand: 19.11.2025), welche durch Starkregenereignisse oder Hochwasser betroffen sein könnten.

Im Sturzflutkonzept wurden Maßnahmen erarbeitet, welche zum Schutz der Gemeindebevölkerung durchgeführt werden könnten.

Diese Maßnahmen sind für die Gemeinde Taufkirchen (Vils) nicht verpflichtend. Schadensersatzansprüche können aufgrund der nicht Durchführung von Maßnahmen oder noch nicht durchgeführten Maßnahmen nicht auf die Gemeinde abgeleitet werden.

Die Datei „Integrales Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement“ mit 228 Seiten kann nach vorheriger Terminvereinbarung im Bauamt eingesehen werden.

Erläuterungen:

  • N100: Häufigkeitswert 1/100 = Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis innerhalb eines Jahres auftritt. Bei Sturzfluten/NW: 1%-iges Extremereignis.
  • N30: Häufigkeitswert 1/30 = Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis innerhalb eines Jahres auftritt. Etwa 3,3%-iges Extremereignis.
  • HQ100: Hochwasser-Quantil 100-jährlich gültig (HQ = Hochwasser). Bedeutet, dass ein Hochwasserereignis mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von ca. 1% pro Jahr auftritt; die Kedenz bezieht sich oft auf Pegelstände, Überschwemmungsflächen.
  • HQ30: Hochwasser-Quantil 30-jährlich gültig. Eintrittswahrscheinlichkeit ca. 1/30 ≈ 3,3% pro Jahr; entsprechend ein weniger extremes, dafür häufiger vorkommendes Hochwasserereignis.

Hinweis: Bezeichnungen können je nach Norm leicht variieren; im Kontext der Entwässerung und Risikomanagement dienen N100/N30 oft zur Einordnung von Wahrscheinlichkeiten, HQ100/HQ30 zur Einordnung der Hochwasserniveaus.


Weiterführende Tipps und Links:


Ansprechpartner:

Herr Tobias Karbaumer, Tel. 08084 3717, E-Mail: bauverwaltung(at)taufkirchen.de

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